{"id":80,"date":"2026-03-14T08:00:00","date_gmt":"2026-03-14T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/2026\/03\/14\/efas-2028-einheitliche-finanzierung-praxis\/"},"modified":"2026-03-17T07:35:27","modified_gmt":"2026-03-17T07:35:27","slug":"efas-2028-einheitliche-finanzierung-praxis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/2026\/03\/14\/efas-2028-einheitliche-finanzierung-praxis\/","title":{"rendered":"EFAS tritt 2028 in Kraft: Was die einheitliche Finanzierung f\u00fcr Ihre Praxis bedeutet"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Annahme von EFAS \u2014 der einheitlichen Finanzierung ambulanter und station\u00e4rer Leistungen \u2014 hat das Schweizer Parlament eine der gr\u00f6ssten Strukturreformen im Gesundheitswesen seit Jahrzehnten beschlossen. Ab 2028 werden sowohl ambulante als auch station\u00e4re Leistungen nach demselben Schl\u00fcssel finanziert: 26,9 % durch die Kantone, 73,1 % durch die Krankenversicherer. Heute tr\u00e4gt der Kanton station\u00e4re Leistungen zu 55 %, ambulante gar nicht. Das \u00e4ndert sich grundlegend.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was sich f\u00fcr die ambulante Praxis ver\u00e4ndert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die direkte Verg\u00fctung Ihrer Leistungen durch die Krankenversicherer bleibt zun\u00e4chst unver\u00e4ndert. Was sich \u00e4ndert, sind die finanziellen Anreize im System: Kantone werden erstmals an den ambulanten Kosten beteiligt und haben damit ein Interesse, ambulante Versorgung zu f\u00f6rdern. Das k\u00f6nnte langfristig zu mehr kantonalen Unterst\u00fctzungsprogrammen f\u00fcr Grundversorger f\u00fchren \u2014 besonders in unterversorgten Regionen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Verlagerung ambulant statt station\u00e4r beschleunigt sich<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EFAS setzt einen starken Anreiz, bisher station\u00e4r erbrachte Leistungen in den ambulanten Bereich zu verlagern. Das ist gesundheitspolitisch gewollt und medizinisch oft sinnvoll \u2014 f\u00fcr niedergelassene \u00c4rztinnen und \u00c4rzte bedeutet es potenziell mehr komplexe Patienten in der eigenen Praxis. Bereiten Sie sich auf eine steigende Nachfrage nach ambulant-komplexer Versorgung vor, insbesondere in der Nachsorge nach Spitalaufenthalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pflegeleistungen ab 2032 integriert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab 2032 werden auch Pflegeleistungen in die einheitliche Finanzierung einbezogen. F\u00fcr Praxen mit Pflegekoordination oder Hausarztmodell-Vertr\u00e4gen entsteht dann ein koh\u00e4renteres Verg\u00fctungssystem. Die FMH begleitet die Umsetzung kritisch und hat bereits angek\u00fcndigt, die Tarif-Konsequenzen f\u00fcr niedergelassene \u00c4rzte aktiv einzubringen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was Sie jetzt tun k\u00f6nnen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verfolgen Sie die kantonalen Umsetzungspl\u00e4ne f\u00fcr EFAS aufmerksam \u2014 die Detailregelungen werden auf Kantonsebene verhandelt. Engagieren Sie sich in Ihrer kantonalen \u00c4rztegesellschaft, um die Interessen niedergelassener \u00c4rzte in die lokalen Verhandlungen einzubringen. Und planen Sie strategisch: Praxen, die heute in ambulant-komplexe Versorgung investieren, werden unter EFAS besonders profitieren.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00abEFAS ist die gr\u00f6sste Chance f\u00fcr die ambulante Medizin seit der KVG-Einf\u00fchrung 1996 \u2014 wenn wir sie richtig nutzen.\u00bb<\/p><cite>Prof. Dr. Markus Z\u00fcrcher, Gesundheits\u00f6konom Universit\u00e4t Bern<\/cite><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Parlament hat EFAS verabschiedet \u2014 ab 2028 werden ambulante und station\u00e4re Leistungen einheitlich finanziert. Die Auswirkungen f\u00fcr niedergelassene \u00c4rztinnen und \u00c4rzte sind erheblich.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"class_list":["post-80","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-praxismanagement"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":102,"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80\/revisions\/102"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/demo.medical-briefing.ch\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}