Google-Bewertungen managen: So gehen Sie professionell mit Kritik um

Auch in der Schweiz informieren sich über 80 % der Patientinnen und Patienten online über eine Praxis, bevor sie einen Termin vereinbaren. Neben Google spielen in der Schweiz auch Plattformen wie Doctolib.ch oder das Arztverzeichnis der FMH eine Rolle. Eine professionelle Online-Präsenz mit guten Bewertungen ist daher ein zentraler Baustein Ihres Praxismarketings.

Auf negative Bewertungen richtig reagieren

Bleiben Sie ruhig und sachlich. Bedanken Sie sich für das Feedback. Zeigen Sie Verständnis für die Perspektive der Patientin oder des Patienten. Bieten Sie das Gespräch an — aber diskutieren Sie niemals online über medizinische Details. Das ärztliche Berufsgeheimnis gemäss Art. 321 StGB gilt auch in der Online-Kommunikation. Eine gute Antwort zeigt nicht dem unzufriedenen Patienten, dass Sie sich kümmern — sie zeigt es allen zukünftigen Patientinnen und Patienten, die diese Bewertung lesen.

Positive Bewertungen aktiv sammeln

Bitten Sie zufriedene Patientinnen und Patienten freundlich um eine Bewertung. Ein kleiner Aufsteller an der Rezeption mit QR-Code zu Ihrem Google-Profil ist sehr effektiv. Auch eine kurze Erinnerung per E-Mail nach dem Praxisbesuch funktioniert gut — achten Sie dabei auf die Datenschutzbestimmungen des nDSG.

Unrechtmässige Bewertungen entfernen lassen

Bewertungen, die Ehrverletzungen (Art. 173 ff. StGB) enthalten, unwahre Tatsachenbehauptungen aufstellen oder erkennbar nicht von echten Patientinnen oder Patienten stammen, können bei Google zur Löschung gemeldet werden. Im Zweifel kann ein auf Medienrecht spezialisierter Anwalt helfen. Beachten Sie: Auch eine negative, aber sachliche Bewertung ist grundsätzlich durch die Meinungsfreiheit geschützt.

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