Patienten in der Schweiz suchen ihren Arzt heute mehrheitlich online. Die Plattformlandschaft hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert: Einige Dienste haben an Bedeutung gewonnen, andere stagnieren. Für Ihre Praxis-Marketingstrategie ist es wichtig zu wissen, wo Ihre Zielgruppe wirklich sucht.
Google My Business: Unangefochten auf Platz 1
Über 60 % der Arztsuchen in der Schweiz starten mit einer Google-Suche. Ein vollständig gepflegtes, verifiziertes Google-Unternehmensprofil mit aktuellen Öffnungszeiten, Fotos, Spezialgebieten und Patientenbewertungen ist der wichtigste einzelne Marketingkanal. Es kostet nichts und bringt nachweislich neue Patienten. Falls Sie noch kein verifiziertes Profil haben, tun Sie das heute.
Doctena: Terminbuchungs-Standard für die Romandie und wachsend in der Deutschschweiz
Doctena ist in der Westschweiz bereits fest etabliert und expandiert seit 2024 verstärkt in die Deutschschweiz. Die Plattform integriert Online-Terminbuchung, Erinnerungssystem und Patientenbewertungen. Für Praxen in der Romandie ist ein Doctena-Profil praktisch Pflicht; in der Deutschschweiz lohnt sich der Einstieg besonders für Spezialisten mit langen Wartezeiten.
Comparis Gesundheit: Relevant für Vergleichssucher
Comparis.ch hat sein Gesundheitsportal ausgebaut. Patienten, die aktiv Ärzte vergleichen und nach Spezialgebieten suchen, nutzen Comparis zunehmend. Besonders für spezialisierte Praxen (Dermatologie, Orthopädie, Augenheilkunde) ist ein Eintrag auf Comparis Gesundheit sinnvoll. Die Plattform zeigt Erfahrungsberichte, Spezialgebiete und Sprachen — Informationen, die auf Google My Business weniger strukturiert darstellbar sind.
Was Sie getrost ignorieren können
Jameda (deutsches Portal, geringe Schweizer Relevanz), Yelp (keine ärztliche Nutzerbasis in der Schweiz) und generische Branchenverzeichnisse ohne medizinischen Fokus bringen für Schweizer Arztpraxen kaum messbare Patientenanfragen. Investieren Sie Ihre Marketing-Zeit lieber in Google My Business und eine saubere eigene Website.